Das Exposé erstellen

Das „Exposé“ könnte man in Autorenkreisen auch als Einladung für den Verlagslektor bezeichnen.

Eine Einladung zum Lesen des Manuskriptes nämlich.

Dabei soll der Lektor erfahren, worum es in dem Buch geht.



  • Welchem Thema und welchem Genre kann es zugeordnet werden?
  • Wer sind die Helden und wie ist die Geschichte aufgebaut?
  • Gibt es Konflikte? An wen richtet sich das Buch?
  • Was ist das Besondere an gerade diesem Buch zu einem Thema, das sicherlich schon dutzende Male beschrieben wurde?

Genau genommen wird Exposé mit Darstellung übersetzt. Der Lektor soll damit die nötigen Informationen bekommen, die ihm helfen, eine Einschätzung zu treffen, ob das Werk zum Verlegen geeignet ist oder nicht.

Das Exposé sollte im Präsens verfasst sein und sollte die Handlung des Buches kurz zusammenfassen.



Das Exposé ist kein Werbetext

Insgesamt sollte es sich auf zwei A4 Seiten beschränken.
Dabei sollte das Exposé aber kein Werbetext sein, mit entsprechenden Aussagen sollte zurückhaltend umgegangen werden.

Im Exposé werden keine Interpretationen vorgenommen, es soll nicht dargestellt werden, was der Autor mit dem Werk eigentlich sagen möchte.

Auch, was der Autor mit seinem Buch bewirken will, hat nichts im Exposé zu suchen.

Es gibt einige Merkmale, die ein Exposé enthalten sollte.



Diese werden im Folgenden kurz dargestellt

1. Das Exposé soll die Handlung des Hauptwerkes kurz und knapp darstellen.
2. Thema und Genre sind im Exposé enthalten.
3. Falls nötig, werden im Exposé kurze Hintergrundinformationen untergebracht.
4. Der Autor kann mit Hilfe des Exposés seine Kenntnisse des Marktes unter Beweis stellen, wenn er hier auf die jeweilige Zielgruppe eingeht.
5. Die Zeitform, die im Exposé verwendet wird, ist Präsens.
6. Der gesamte Umfang des Exposés darf nicht mehr als zwei A4 Seiten umfassen.

Es gibt sogar Lehrgänge, auf denen das Verfassen eines richtigen und vollständigen Exposés erlernt werden kann.

Mit einem guten Exposé hat der Autor schon weitaus bessere Chancen, einen Lektor zu erreichen, der eben nicht das wahrscheinlich schon bekannte Standardschreiben zur Absage an den Autor verschickt.

Autor:

Über diesen Ratgeber

Jürgen Busch Jürgen Busch + eine freie Texterin betreiben diesen Ratgeber seit 2008.
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