Das Probekapitel schreiben

Wer sein Exposé bei einem Verlag einreichen will, muss meist ein Probekapitel mitschicken.

Wer bereits das fertige Manuskript vor sich hat, kann natürlich aus allen Kapiteln das am besten passende wählen, wer erst ein Kapitel hat, muss mit diesem Vorlieb nehmen.

Generell gilt, dass der Verlagslektor meist den ersten Satz lesen will und darüber hinaus das, was jeder Leser haben möchte:
die spannendste Stelle im Buch.


Daher kann es angebracht sein, vor der Abgabe an einen Lektor das Buch von Freunden und Verwandten lesen zu lassen, wer professionell genug ist, bittet auch "Feinde" darum.

So wird er nach dem Sichten der Rückmeldungen das Kapitel finden, welches am besten für eine Abgabe an den Lektor geeignet ist.

Versenden Sie das Probekapitel per E-Mail an Freunde

Der Einstieg in das Werk ist immer von großer Bedeutung.

Wenn dieser gelingt, ist der Leser in den Bann des Buches gezogen und wird dieses auch nicht so schnell wieder weglegen.

Daher ist der Einstieg in das Buch als Probekapitel häufig gut geeignet.



Personen werden eingeführt, es wird der Stil des Autors deutlich und es werden erste Schauplätze und Stimmungen preisgegeben.

Der Lektor ist damit in der gleichen Situation, wie ein Leser, der das Werk unvorbereitet lesen möchte:

Er geht völlig unbefangen an die Geschichte heran und wird im besten Fall in ihren Bann gezogen.


Wenn der Lektor wissen will, wie es weitergeht, hat der Autor schon gewonnen

Es kann aber auch sinnvoll sein, nicht das erste Kapitel zu wählen, sondern eines, das besonders spannend ist.

Hier kann es leichter sein, den Lektor davon zu überzeugen, dass das Lesen am besten gar nicht beendet werden sollte.



Dramatik sollte sich aufbauen, der Leser muss erkennen, dass es in dem Buch Hindernisse und Hürden für den Helden gibt.

Das Probekapitel sollte also auch davon zeugen, dass der Autor in der Lage ist, spannend zu schreiben und Vergnügen daran hat, überhaupt Spannung aufzubauen.

Das Probekapitel sollte aber nicht zu lang sein, teilweise gibt es Absprachen mit dem Lektor, der sagt, wie viele Seiten er denn sehen möchte.

Ist das nicht der Fall, kann von zwanzig bis dreißig Seiten ausgegangen werden, die als Probe völlig ausreichend sind.

Da Lektoren immer stark eingespannt sind, bleibt für eine umfangreichere Lektüre ohnehin kaum Zeit.

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Über diesen Ratgeber

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