Der Stil des Autors

Der Autor muss sich immer vor Augen halten, dass er nicht für Autorenkollegen oder andere Fachleute schreibt, sondern für einen unbedarften Leser.

Darauf muss er seinen Stil und seine Sprache abstimmen.

Stil des Autors

Die Sprache darf nicht zu salopp sein, Umgangssprache ist tabu.

Allerdings darf der Text auch kein Fachtext werden, in dem der Autor sein Wissen beweisen möchte.

Wenn es sich um einen Roman und nicht um ein Sachbuch zu einem bestimmten Thema handelt, muss sich die Sprache dem Leser anpassen, nicht umgekehrt.


Die Sprache muss leben. Daher ist auf allzu viele Fremdwörter zu verzichten, ebenso, wie auf zu viele Substantive.

Es ist ein gern gemachter Fehler, die substantivierte Sprache zu verwenden und damit Bildung zu demonstrieren.

Frei nach dem Motto: „Warum einfach, wenn es auch umständlich geht?“

Doch beim Leser kommt so etwas nicht an. Er will nicht um mehrere Ecken denken müssen, er will einen gut lesbaren Text finden.
Fremde Fachwörter müssen daher erklärt werden, wenn es sich schon nicht vermeiden lässt, diese einzubringen.

Stilistisch gesehen sind auch Zitate eine Sache für sich. Denn wer allzu viele Zitate verwendet, verweist immer wieder auf einen anderen Autor.

Der Leser wird sich vielleicht rasch denken, warum er denn nicht gleich das Werk des anderen Autoren lesen sollte, offensichtlich stützt sich das vorliegende Buch ohnehin auf fremde Erkenntnisse.

Wer seinen Leser nicht verlieren will, sollte also sparsam mit fremdem geistigen Eigentum sein und bei der Verwendung von Zitaten diese als solche kennzeichnen.

Mundarten und Regionalliteratur

Zuletzt sei noch das Problem der Dialekte angesprochen.

Wer ein Buch der Regionalliteratur verfasst, kann natürlich Mundarten mit einbringen.



Das Buch richtet sich vornehmlich an die Leser aus der jeweiligen Region und diese erwarten auch, dass sich die Sprache an der Region orientiert.

Für alle anderen Bücher aber gilt, dass Mundarten hier nichts zu suchen haben. Sie sind kein stilistisches Mittel, das eingesetzt werden kann, damit ein Text lebendiger wird.

Wenn der Leser erst herausfinden muss, was das eine oder andere Wort wohl bedeuten möge, kann es rasch passieren, dass das Buch ganz zur Seite gelegt wird.


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Über diesen Ratgeber

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