Zuschussverlage ... und der Autor zahlt

Viele Menschen verfassen ein Manuskript und wollen dieses natürlich auch veröffentlichen.

Doch nicht selten flattern die Ablehnungsschreiben der Verlage schneller ins Haus, als das Manuskript überhaupt versendet werden konnte, so scheint es zumindest.

Die Antworten in den Schreiben beziehen sich nicht selten nicht einmal auf das Manuskript, sondern es sind Standardschreiben, die als Ablehnung dienen.

So stolpern die Hobbyautoren von Verlag zu Verlag und landen dann bei einem Verlag, der vielleicht einen recht klangvollen Namen hat und sogar Bücher verlegt – allerdings nicht in dem Umfang, wie das bei den großen Verlagen der Fall ist.

Diese so genannten Zuschuss-Verlage sind die schwarzen Schafe in der Branche.



Sie werben damit, dass sie Autoren suchen (wer kennt die Anzeigen in Bücherzeitschriften und auf Messen nicht?) und loben das abgegebene Manuskript über den grünen Klee.

Doch gelesen haben sie es nicht!


Sie beschäftigen eigens Mitarbeiter dafür, die am Fließband solche Schreiben verfassen, ein Gutachten, wie toll das Buch doch sei und dass sich der Verlag entschieden habe, das Buch zu veröffentlichen.

Anschließend wird zu einem Gespräch mit dem Lektor des Verlags eingeladen. In ein großes Verlagshaus führt der Weg des literarischen Amateurs dann aber nicht, eher in ein kleines Büro in einer Seitenstraße, „wegen Umbauarbeiten im Verlagshaus mussten wir kurzzeitig umziehen.“

Hier trifft man sich auch nicht mit dem Lektor, denn dieser hat gerade Urlaub.

Eine Vertretung ist da, die sich mit dem Werk auskennt und die zusammen mit dem Juristen, der ebenfalls auf der Bildfläche erscheint, befugt ist, die Konditionen des Vertrags auszuhandeln.



Genau genommen gibt es nichts auszuhandeln, entweder der Autor akzeptiert den Vertrag, wie er ist oder er muss sich einen anderen Verlag suchen.

Wie erfolgreich diese Suche ist, weiß er ja.

Nun kommen Ausgaben auf den Autor zu, die er sich so sicher nicht vorgestellt hat.

Er bekommt seine eigenen Exemplare nicht umsonst, sondern zur Hälfte des Verkaufspreises, er muss zahlen, wenn sein Werk in Druck gehen soll (Beteiligung an den Druckkosten, „die haben wir schnell wieder rein“).

Scheinbar übernimmt der Autor sämtliche Kosten der Veröffentlichung und Werbung für sein Buch und jährlich unterschreiben viele Autoren solch einen Vertrag.

Leider ist das ein Geschäft mit der Eitelkeit des Autoren, der gesunde Menschenverstand scheint dabei ausgeschaltet zu sein!

Autor:


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